“Körperwelten der Tiere” zeigt Elefantenplastinate

Februar 26

Wer wissen möchte ein Elefantenkörper von innen aussieht, muss nun keine  langweiligen Tierbücher mehr wälzen, sondern kann dies auf wesentlich anschaulichere Art und Weise erkunden. Gunther von Hagen der umstrittene Plastinator geht nun nach der viel diskutierten Körperwelten-Ausstellung in die nächste Runde und zeigt mit seiner neuesten Ausstellung „Körperwelten der Tiere“ erstmals weltweit plastinierte Tierkörper.

Highlight „Samba“

Highlight ist Elefantenkuh „Samba“, deren Innenleben, das aus  40.000 verschiedenen Elefantenmuskeln besteht, auf eindrucksvolle Art und Weise freigelegt wurde. Mit 3,2 Tonnen und einer sagenhaften Größe von 6 mal 3 Meter 50 ist sie das größte Lebewesen, das jemals plastiniert wurde. Elefantin „Chiana“ wird hingegen in kleine Scheiben geschnitten zu sehen sein. Chiana und Samba wurden vor 4 Jahren von einem Zoo gespendet und seitdem in einer Fabrik Hagens in sagenhafter Kleinarbeit für die Nachwelt haltbar gemacht.

Die benötigten Arbeitsstunden zeigen, was für gewaltige Anstrengung hinter der Ausstellung liegen: Eine Elefantkuh wie Samba zu plastinieren nimmt ungefähr 64.000 Stunden in Anspruch, die Erstellung eines menschlichen Plastinats lediglich 3000. Neben den beiden Elefanten können Besucher außerdem eine Giraffe, einen Gorilla, einen Bären und weitere Vertreter aus Urwald, Steppe und Ozean bewundern. Die Ausstellung startet voraussichtlich am 19. März.

Keine Elefanten mehr in indischen Zoos

November 25

Daumen hoch für Indien: Das Land macht sich jetzt als Vorreiter in Sachen Artenschutz und tiergerechte Haltung einen Namen.  Die zentrale Zoobehörde Indiens  (CZA) beschloss, dass das nationale Symboltier Indiens, der Elefant, nicht länger in Zoos und Zirkussen gehalten werden dürfe.

Elefanten in freier Wildbahn

Elefanten in freier Wildbahn

Erfolg nach jahrelanger Kampagnearbeit

Diskussionen um Artenschutz von Elefanten sind in Indien kein neues Thema. Bereits mehrere Jahre kämpft die Tierschutzorganisation PETA India gegen tierunwürdige Bedingungen bei der Elefantenhaltung, wie viel zu enge Gehege und harte Betonböden. Nach mehrmaligen, hartnäckigen Beschwerden reagierte die Zoobehörde nun und soll dafür von der PETA mit dem „Animal Rights Leadership Award“ 2009 ausgezeichnet werden. Die PETA ist mit über 2 Millionen Unterstützern die weltweit größte Tierschutzorganisation. Neben Indien gibt es Schwester-Organisationen in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Australien und Hongkong.

Bereits in der Vergangenheit gingen einige Erfolge auf das Konto der Tierschützer: So dürfen in vielen Städten Indiens weder Elefanten zur Belustigung von Touristen eingesetzt werden noch sind sogenannte „Bettelelefanten“ erlaubt. Das sind Tiere, die an Kreuzungen und Straßen Touristen um Geld für Futter anbetteln.

Geplant ist die Übersiedlung in Elefantencamps

Die Elefanten die sich derzeit in Zoos und Zirkussen befinden sollen in naher Zukunft in Elefanten Camps des Forrest Departements übergesiedelt werden. Wer mehr über die PETA erfahren will, sollte sich mal auf der PETA- Homepage umsehen.

(Bildquelle: exfordy)

Große Nase, große Wirkung

November 9

Nun mal ein paar Neuigkeiten von den Namensvettern unserer Elefantenfreunde- den See-Elefanten. Die sind eigentlich gar keine Elefanten, sondern die größten Robben der Welt. Ihren Namen haben die ansonsten ebenfalls grauen Dicken ihrer großen rüsselartigen Nase zu verdanken. Das Prachtexemplar von Riechorgan kann bei den Männchen bis zum achten Lebensjahr wachsen und hängt dann mit den Nasenlöchern nach unten über das Maul herunter. Klingt nicht so attraktiv? Ganz meine Meinung- allerdings nicht die der See-Elefantinnen: Zur Paarungszeit schwillt der Rüssel der Männchen noch einmal an und wird zum Objekt der Begierde für die Frauenwelt.

Das ist allerdings nicht die einzige Besonderheit: Japanische Forscher haben nun herausgefunden, dass sich die See-Elefanten wahrscheinlich zum Schlafen auf dem Rücken drehen. Und da sie dann natürlich nicht mehr schwimmen können, sinken sie relativ leblos Richtung Meeresgrund. Allerdings tun sie das nicht in einer geraden Linie, sondern sie segeln, dank ihrer runden Körperform, wie ein welkes Blatt auf den Ozean-Boden zu. Dieses ausgetüftelte System ist für die Robben lebensnotwendig, da sie während ihrer langen Reise durch den Pazifik nicht die Möglichkeit haben an Land zu schwimmen.

Im Durchschnitt schafft so ein Koloss übrigens 370 Meter in 23 Minuten. Wer genaueres erfahren möchte kann die Ergebnisse des Forschungsteams in den „Biology Letters“ der Royal Society nachlesen.

(Bildquelle: mikebaird)

Mörder im Schafspelz

Mai 22

Die gemütlichen Dickhäuter können auch ganz anders- Elefantenangriffe auf Menschen, insbesondere ihre Pfleger, scheinen gang und gebe zu sein. Glaubt man jedenfalls dem verstorbenen Verhaltensbiologen und Zoodirektor Heini Hediger. Der hat gesagt „auf jeden im Zoo gehaltenen Elefantenbullen kommt ein toter Pfleger“. Von Genickbruch bis zur Erdrosselung haben die Riesen sämtliche hinterhältige Praktiken parat um ihre fürsorglichen „Betreuer“ um die Ecke zu bringen.

Nicht immer sind Elefanten so gutmütig

Nicht immer sind Elefanten so gutmütig

Unterschiedliches Vorgehen

Dabei gibt es durchaus regional bedingte Unterschiede in den Täterprofilen. Während afrikanische Elefanten eher dazu neigen ihre Opfer spontan zu attackieren, warten asiatische Tiere darauf diese allein abzupassen. Grausam kalkulierende Mörder, statt gutmütiger Dickhäuter?? Jeder dessen Kindheit von Benjamin Blümchen aus dem Neustädter Zoo begleitet wurde, wird das wohl kaum glauben können. Aber tatsächlich häufen sich aggressives Verhalten und Angriffe gerade in der letzten Zeit in europäischen Zoos. Jüngster Falle ereignete sich 2005 im Wiener Tierpark. Der 39-jährige Pfleger Gerd Kohl war mit dem noch nicht ausgewachsenen Jungtier Abu gerade bei der alltäglichen Morgenwäsche, als dieser ihn vollkommen unerwartet auf seine Stoßzähne aufspießte und an die Wand schleuderte. Kohl, der Abu seit seiner Geburt begleitet hatte, erlag wenig später seinen Verletzungen im Krankenhaus.

Gründe für die “Mordlust”

Warum solche tragischen Vorfälle passieren, scheint bisher noch unklar zu sein. Eine Erklärung ist die sogenannte „Musth“, von der geschlechtsreife Bullen ab ca. 8 Jahren betroffen sind. In dieser fast einmonatigen Phase, die meist im Winter auftritt, sind Bullen, bedingt durch einen Hormon-Schub, besonders schlecht gelaunt und neigen teilweise sogar zu regelrechten Amokläufen. Das Testosteron scheint also wieder mal schuld zu sein.

Elefant während der Musth

Elefant während der Musth

Allerdings zeigen auch immer mehr Elefantenkühe ähnliches Verhalten. Ganz unverständlich ist dies meiner Meinung nach nicht. Immerhin sind Elefanten Wildtiere, die normalerweise in weiten Steppen in absoluter Freiheit leben. In den Zoos werden die Tiere zwar meist gut behandelt, leben aber in keinster Weise in einem natürlichen Lebensraum und müssen sich in ihrem Bewegungsdrang auf ein minimales beschränken. Dass da ein gewisses Aggressionspotential gegenüber den kleinen Wesen, die sie in dieser Gefangenschaft halten, aufkommt finde ich irgendwie verständlich.

Vorbild Köln

Neuartige Projekte, wie beispielsweise das Gehege im Kölner Zoo setzen auf eine Distanz zwischen Mensch und Tier, das Prinzip des geschützten Kontakts. Viel Platz, ein eigener Tagesrhythmus und kompetente Pfleger, die aber größtenteils von den Riesen getrennt bleiben, scheinen die Grundsätze für ein funktionierendes Zusammenleben von Mensch und Tier zu sein.

Elefant und sein Pfleger- Solche Situationen werden im Kölner Zoo vermieden

Elefant und sein Pfleger- Solche Situationen werden im Kölner Zoo vermieden

(Bildquelle:  paraflyer justin, tambako (von oben nach unten))

Ist Elefant Nino wirklich homosexuell?

April 29

Große Aufregung im Zoo der polnischen Stadt Posen. Nino, der zehn Jahre alte Elefantenbulle, der sein Quartier vorher im Zoo von Warschau hatte, fühlt sich angeblich von seinen männlichen Mitbewohnern angezogen. Zu dieser Ansicht ist jedenfalls Stadtrat Michal Grzes gekommen. Der eher konservativ orientierte Politiker tat nun öffentlich sein Entsetzen über das angeblich homosexuelle Verhalten des Elefantenbullen kund. Nun frage ich mich, wie kommt ein Mann, der bis dato noch nie als Experte für Sozialverhalten der grauen Dickhäuter aufgetreten ist und der einer Partei mit dem klangvollen Namen „Recht und Gerechtigkeit“ angehört, zu solch einer doch recht speziellen Einschätzung? Nino spiele fast ausschließlich mit seinen männlichen Artgenossen, weiblichen Tieren begegnet er sogar mit aggressivem Verhalten. So habe er schon einmal eine Elefantenkuh in einen Tümpel gestoßen.

Ein schwuler Elefant? Eher unwahrscheinlich..

Der Direktor des Warschauer Zoos, in dem Nino viele Jahre gelebt hat, hält das allerdings für schlichtweg Blödsinn. Nino sei nicht schwul, der junge Bulle lebe lediglich seine Pubertät aus. Klingt irgendwie einleuchtend, 14-jährige Jungs sieht man in den Schul-Pausen auch eher beim Kicken auf dem Rasen als seilchenspringend bei ihren Klassenkameradinnen. Und das Schwule aggressiv auf Frauen reagieren, ist wohl auch eher ein Vorurteil aus dem letzten Jahrhundert.

Ein bisschen kann man die Aufregung um Nino aber auch verstehen. Immerhin hat der Zoo fast 11 Millionen Euro in das moderne Elefantengehege investiert und Nino sollte eigentlich der Stammhalter einer ganzen Herde werde. Wäre er tatsächlich schwul, würde dieser Plan wohl ins Wasser fallen.

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Kuscheln anstatt kämpfen?

Ein Hoch auf Nino

Einen Vorteil hat das ganze Trara jedenfalls. Die Schlangen vor dem Elefantengehege werden von Tag zu Tag länger. Denn natürlich möchte sich jeder selber ein Bild von dem angeblich andersorientierten Zoobewohner machen. Die Sympathien hat Nino dabei in jedem Fall auf seiner Seite. Ganz Posen steht in hinter seiner grauen Berühmtheit und so finden, aufgrund der Initiative verschiedener Künstler und Musiker, Anfang Mai diverse kulturelle Veranstaltungen statt, deren Einnahmen in einen Pflegefond für Nino fließen sollen.Meine Meinung: ob schwul oder nicht, in jedem Fall Daumen hoch für soviel Toleranz und Tierfreundlichkeit!

(Bildquelle: 12642732@N07 )

Elefant Xiguang von Heroin-Sucht befreit

März 30

Armer Xiguang. Der asiatische Elefant, der durch von Schmugglern mit Heroin versetzte Bananen im März 2005 heroinsüchtig wurde, ist nach 3jäghriger Entzugskur zurück nach Kunming gebracht worden. Das Entzugprogramm fand in der 1.500 km entfernten, südlichsten Hainan-Provinz statt.

Xiguang, heute erst 5 Jahre alt, war einer von sechs Elefanten, die von den Schmugglern nahe der chinesisch-burmesischen Grenze angelockt wurden, und anschließend in den autonomen Bezirk Dehong der Dai und Jingpo im Westen Chinas (Yunnan) gebracht wurden. Am 8. Mai konnten die Schmuggler nun gestellt werden.

Nach 3 Monaten wurde er dann nach Hainan geschickt, als man seine Heroin-Sucht bestätigte. Dort gaben Tierärzte und Rehabilitationsexperten dem Elefanten Methadon-Injektionen, das 5fache der menschlichen Menge…

Der asiatische Elefant ist das größte Landtier in Asien.
Chinesische Quellen sprechen von einem Bestand um die 50.000 Tiere auf dem asiatischen Kontinent. Deutsche Quellen beziffern den Bestand auf 25.600 bis 32.700.

Quellen dieser Story sind Focus und Vivatier. Diese haben ihr Informationen vermutlich über die Nachrichtenagentur AFP bekommen. Als Ursprungsquelle würde ich jedoch China View angeben. :)

Mashup des Elefanten-Julis

März 30

China, Elfenbein und mehr:
China, Elfenbein und Artenschutz
China darf Elfenbein aus Afrika importieren
Elefanten - Ausverkauf
Artenschutz: „ Elefanten als Bauernopfer“
AFRIKA: Hysterie in Harare

Der Schwächste fliegt
Rhena vs Yheetoo
Noch mehr Mobbing
Die spinnen, die Grünen!
Tabo muss weg :(

Historie
Das Aus der Elefanten GmbH

Sonstiges
D-I-S-C-O

China, Elfenbein und Artenschutz

März 30

Frisch aus Genf:

Der Ständige Ausschuss des Washingtoner Artenschutzübereinkommens hat das Elfenbein-Handelsverbot weiter gelockert.

So dürfen China und Japan nun 108 Tonnen! Elfenbein aus legalen Lager-Beständen (olé) importieren. :(

Meine Meinung - Herzlichen Glückwunsch zu mehr solchen Bildern:

Geschlachteter Elefant

Geschlachteter Elefant

Toter Elefant

Toter Elefant

Sehr schön ist in diesem Zusammenhang auch die Meldung aus dem Februar, dass Südarfika damals bereits die Jagd wieder erlauben wollte und im Mai diesen Schritt vollzog. Mit sogananntem Culling werden nicht einzelne Tiere getötet, sondern ganze Familien ausgelöscht.
Tut ja auch Not, schliesslich sind spontan 108 Tonnen Lager frei geworden…

Mehr Infomationen findet ihr hinter den Links und unter
tt.com
umweltjournal.de

Verfressener Rambo stemmt Kinderwagen

März 30
Sylvester Stallone aufgedunsen

Sylvester Stallone

Ja, wenn man das Bild hier so sieht, könnte man es glatt glauben. Aber der gute Sly ist an dieser Geschichte fast völlig unbeteiligt.

Einer seiner Charaktere, besagter Rambo, dient lediglich als Namensgeber… für eine 27jährige Elefantenkuh, die sich kürzlich in den Mittelpunkt des Interesses geschoben hat (aber mal ehrlich, wenn ich eine Frau wäre und mich würde man Rambo nennen; da wäre ich sowas von schnell im Mittelpunkt der Öffentlichkeit… spätestens nachdem ich mich an meinen Eltern gerächt hätte!).

Laut einer Meldung von 20 Minuten hob die kinderliebe Elefantendame Rambo einen 2jähirgen mitsamt Kinderwagen vor ihrem Gehege in die Luft. Ungefragt. Die verständlicherweise, sagen wir perplexe, Mutter konnte ihren Sohn nach kurzer Zeit und mit ein paar blauen Flecken wieder an sich nehmen.

Ort des Geschehens war der Freizeitpark Hee im Südosten Dänemarks, im parkeigenen Zirkus. Und warum hat Rambo das getan? Kommentar einer Zirkusmitarbeiterin:
“Rambo wollte nur gucken, ob in dem Kinderwagen etwas zu Essen ist.”

Immer auf der Suche nach einem Snack: damit ist mir Rambo doch direkt noch symphatischer. :D