Elefantenführerschein im Dschungel
Januar 4Wer genug hat von langweiligen Pauschalurlauben am Mittelmeer und seinen Kollegen und Freunden nach dem wohlverdienten Urlaub endlich mal was Spannenderes erzählen möchte, als Geschichten über den morgendlichen Kampf um die Liege am Swimming-Pool, sollte darüber nachdenken die nächsten Ferien in Nord-Thailand im Elefanten Camp mae Sapok zu verbringen. Den Farangs, so werden Gäste aus dem Westen genannt, wird neben ausgedehnten Dschungel-Exkursionen auf dem Rücken der Dickhäuter ein 14-tägiger Kurs mit abschließendem Elefanten-Führerschein angeboten. Was man bei so einem lernt? Unter anderem beispielsweise das Lenken und Führen der Riesen, sowie Baden im Fluss oder Baumstämme Stapeln. Angeleitet werden die Lehrlinge dabei von so genannten Mahouts, den Elefantenführern.
Voraussetzungen die mitgebracht werden sollten, sind viel Verständnis und Einfühlungsvermögen und vor allem Geduld, denn das Vertrauen eines Elefanten gewinnt man nicht von einer Minute auf die andere. Doch ist dies erst einmal geschafft, wird man durch unvergleichliche, gemeinsame Ausflüge zu Tempeln, Bergvölkern und Wasserfällen belohnt.
Wer nun denkt, die Elefanten werden bei dieser Form des Tourismus ausgenutzt der irrt sich. Im Gegenteil: Die Elefantencamps helfen den in Thailand vom Aussterben bedrohten Tieren ihre Existenz aufrecht zu erhalten. Das ist auch dringend notwendig, denn von den einstmals 100.000 Tieren, die in Thailand lebten, sind heute nur noch knappe 5000 übrig geblieben. Viele von diesen müssen leider immer noch als so genannte Bettel-Elefanten in den Großstädten des Landes ums Überleben kämpfen. Wer als Besucher des Elefantencamps also eine Runde durch den Dschungel dreht, lernt dabei nicht nur einiges über die gemütlichen Grauen, sondern hilft mit 120 Euro (soviel kostet ein Tag im Elefantencamp) deren Fortbestehen zu sichern.
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