Große Nase, große Wirkung

November 9

Nun mal ein paar Neuigkeiten von den Namensvettern unserer Elefantenfreunde- den See-Elefanten. Die sind eigentlich gar keine Elefanten, sondern die größten Robben der Welt. Ihren Namen haben die ansonsten ebenfalls grauen Dicken ihrer großen rüsselartigen Nase zu verdanken. Das Prachtexemplar von Riechorgan kann bei den Männchen bis zum achten Lebensjahr wachsen und hängt dann mit den Nasenlöchern nach unten über das Maul herunter. Klingt nicht so attraktiv? Ganz meine Meinung- allerdings nicht die der See-Elefantinnen: Zur Paarungszeit schwillt der Rüssel der Männchen noch einmal an und wird zum Objekt der Begierde für die Frauenwelt.

Das ist allerdings nicht die einzige Besonderheit: Japanische Forscher haben nun herausgefunden, dass sich die See-Elefanten wahrscheinlich zum Schlafen auf dem Rücken drehen. Und da sie dann natürlich nicht mehr schwimmen können, sinken sie relativ leblos Richtung Meeresgrund. Allerdings tun sie das nicht in einer geraden Linie, sondern sie segeln, dank ihrer runden Körperform, wie ein welkes Blatt auf den Ozean-Boden zu. Dieses ausgetüftelte System ist für die Robben lebensnotwendig, da sie während ihrer langen Reise durch den Pazifik nicht die Möglichkeit haben an Land zu schwimmen.

Im Durchschnitt schafft so ein Koloss übrigens 370 Meter in 23 Minuten. Wer genaueres erfahren möchte kann die Ergebnisse des Forschungsteams in den „Biology Letters“ der Royal Society nachlesen.

(Bildquelle: mikebaird)